Lenger, Karl; karl.lenger@uni-graz.at
Für die Massendigitalisierung gibt es sehr viele Privatunternehmen, die ein entsprechendes Service anbieten. Im speziellen Bereich der Altbestandsdigitalisierung hingegen existieren nur wenige Handschriftenzentren, welche die dafür erforderliche technische Infrastruktur und das nötige Know-how bieten können.
In Österreich hat sich das Grazer Digitalisierungszentrum an der Universitätsbibliothek, auch auf Grund seines selbst entwickelten Grazer Kameratisches sowie dem sogenannten ‘Traveller’, zu einem Kompetenzzentrum für externe und Inhouse-Aufträge speziell in der Handschriftendigitalisierung entwickelt. Gerade im Umgang mit sensiblen Kulturgütern gilt es, besondere Kriterien zu erfüllen. Hierfür bieten Handschriftenzentren wie das in Graz aufgrund der Eigenbestände zum Beispiel alarmgesicherte Tresore, die für die Aufbewahrung von Sonderbeständen speziell klimatisiert werden.
Weitere Digitalisierungsdienste in Österreich sind an der Österreichischen Nationalbibliothek, der Steiermärkischen Landesbibliothek, dem Steiermärkischen Landesarchiv, der oberösterreichischen Landesbibliothek, dem oberösterreichischen Landesarchiv, der Universitätsbibliothek Salzburg sowie an der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol zu finden.
In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Handschriftenzentren, die die Durchführung von Erschließungs- und Digitalisierungsprojekten anbieten – unter anderen das Münchener Digitalisierungszentrum (MDZ), das Göttinger Digitalisierungszentrum (GDZ) oder das Digitalisierungszentrum der UB Heidelberg, um stellvertretend nur einige wenige zu nennen.
Literatur:
- Mayer, Manfred. Der Traveller TCCS 4232. URL: https://vestigia.uni-graz.at/de/arbeitsbereiche-projekte/technologieentwicklung/der-traveller-tccs-4232/