
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:h="http://www.w3.org/1999/xhtml" xmlns:t="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:lang="en">
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    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title type="main">ABaC:us – Austrian Baroque Corpus</title>
        <author>
          <persName>
            <forename>Claudia</forename>
            <surname>Resch</surname>
          </persName>
        </author>
        <respStmt>
          <resp>Projektleitung</resp>
          <persName>
            <forename>Helmut W.</forename>
            <surname>Klug</surname>
          </persName>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <resp>Datenmodellierung</resp>
          <persName>
            <forename>Selina</forename>
            <surname>Galka</surname>
          </persName>
        </respStmt>
        <respStmt>
          <resp>Datenmodellierung</resp>
          <persName>
            <forename>Elisabeth</forename>
            <surname>Steiner</surname>
          </persName>
        </respStmt>
        <funder>Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
                    </funder>
      </titleStmt>
      <publicationStmt>
        <publisher>
          <orgName corresp="https://informationsmodellierung.uni-graz.at" ref="http://d-nb.info/gnd/1137284463">Zentrum für
                        Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities,
                        Karl-Franzens-Universität Graz</orgName>
          <country>Austria</country>
        </publisher>
        <authority>
          <orgName corresp="https://informationsmodellierung.uni-graz.at" ref="http://d-nb.info/gnd/1137284463">Zentrum für
                        Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities,
                        Karl-Franzens-Universität Graz</orgName>
          <country>Austria</country>
        </authority>
        <distributor>
          <orgName ref="https://gams.uni-graz.at">GAMS - Geisteswissenschaftliches
                        Asset Management System</orgName>
        </distributor>
        <availability>
          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0">Creative Commons
                            BY 4.0</licence>
        </availability>
        <date when="2021">2021</date>
        <pubPlace>Graz</pubPlace>
        <idno type="PID">o:konde.p1</idno>
      </publicationStmt>
      <seriesStmt>
        <title ref="http://gams.uni-graz.at/konde">KONDE Weißbuch</title>
        <respStmt>
          <resp>Projektleitung</resp>
          <persName>
            <forename>Helmut W.</forename>
            <surname>Klug</surname>
          </persName>
        </respStmt>
      </seriesStmt>
      <sourceDesc>
        <bibl>
          <title>Projektbeschreibung: ABaC:us – Austrian Baroque Corpus</title>
          <author>Claudia Resch</author>
          <publisher>Herausgegeben von Helmut W. Klug unter Mitarbeit von Selina Galka und Elisabeth Steiner</publisher>
          <date>2021</date>
          <country>Austria</country>
        </bibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
    <encodingDesc>
      <projectDesc>
        <ab>
          <ref target="info:fedora/context:konde" type="context">KONDE Weißbuch</ref>
        </ab>
        <p>Im KONDE-Projekt, das aus Hochschulraumstrukturmitteln finanziert wird,
                        beschäftigten sich sieben universitäre Partner und drei weitere
                        Einrichtungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit theoretischen und
                        praktischen Aspekten der Digitalen Edition. Ein Outcome des Projektes
                        stellt das Weißbuch dar, welches über 200 Artikel zum Thema Digitale
                        Edition umfasst. Die behandelten Themenkomplexe reichen dabei über
                        Digitale Editionswissenschaft im Allgemeinen, Annotation und
                        Modellierung, Interfaces, Archivierung und Metadaten bis hin zu
                        rechtlichen Aspekten.</p>
      </projectDesc>
    </encodingDesc>
    <profileDesc>
      <langUsage>
        <language ident="en">Englisch</language>
      </langUsage>
    </profileDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <div>
        <head>ABaC:us – Austrian Baroque Corpus</head>
        <div>
          <head>Claudia Resch</head>
          <div type="info">
            <p>
              <hi rend="bold">Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:</hi> Claudia Resch
                     (Projekteitung), Ulrike Czeitschner, Matej Ďurčo, Barbara Krautgartner, Daniel
                     Schopper, Eva Wohlfarter</p>
            <p>
              <hi rend="bold">Institutionen</hi>: ACDH-ÖAW</p>
            <p>
              <hi rend="bold">Fördergeber: </hi>Kultur-, Wissenschafts- und
                     Forschungsförderung der Stadt Wien (Forschungstipendium <hi rend="italic">Barocke literarische Totentänze von und mit Abraham a Sancta</hi> und
                     Projekt <hi rend="italic">Totenkult und Jenseitsvorsorge in Wien: Barocke
                        Bruderschaftsdrucke als Forschungsgegenstand der digitalen
                        Geisteswissenschaften</hi>, Nr. LWI 0240 I-III), Österreichische
                     Nationalbank (Projekt <hi rend="italic">Texttechnologische Methoden zur Analyse
                        österreichischer Barockliteratur</hi>, Nr. 14738)</p>
            <p>
              <hi rend="bold">Website:</hi>
              <ref target="https://acdh.oeaw.ac.at/abacus/" type="external">https://acdh.oeaw.ac.at/abacus/</ref>
            </p>
          </div>
        </div>
        <div type="text">
          <p>
            <hi rend="italic">Austrian Baroque Corpus </hi>(ABaC:us) ist die Bezeichnung für
                  eine digitale Sammlung von literarischen Texten aus der Barockzeit. Die edierten
                  Texte, die digital gelesen, durchsucht und nachgenutzt werden können, sind Teil
                  einer reichhaltigen und weit verbreiteten Literatur, die sich mit der Vorbereitung
                  auf den Tod beschäftigt und heute beinahe in Vergessenheit geraten ist. Den
                  thematischen Kern der Sammlung bilden Erstdrucke theologisch-erbaulichen Inhalts,
                  insbesondere <hi rend="italic">Ars moriendi</hi>-, Totentanz- und <hi rend="italic">Memento mori</hi>-Literatur, die dem bekannten Barockprediger
                  Abraham a Sancta Clara (1644–1709) und seinem Umfeld zugeschrieben werden. Das
                  Kernkorpus im Umfang von etwa 180.000 Token ist seit 2015 online zugänglich und
                  über ein benutzerfreundliches Interface abrufbar.</p>

          <p>Zur Erstellung originalnaher Transkriptionen wurden die aus verschiedenen
                  Bibliotheken stammenden Bilddigitalisate der raren Erstdrucke mit XML und
                  verwandten Technologien zu maschinenlesbarem Text verarbeitet und gemäß der
                  Richtlinien der <hi rend="italic">Text Encoding Initiative</hi> (TEI) in der
                  Version P5 erschlossen. Die digitalen Texte haben mehrfache
                  Kollationierungsdurchgänge durchlaufen, wurden sorgfältig hinsichtlich ihrer
                  Qualität überprüft und geben den historischen Sprachstand quellengetreu wieder.
                  Offensichtliche Textfehler der Originale wurden in der Transkription zudem
                  ausgewiesen und mit editorischen Anmerkungen versehen. In den einzelnen Werken
                  wurden außerdem historische, biblische und mythologische Personennamen sowie
                  Ortsnamen annotiert, wobei in der letztgenannten Kategorie die Namen von Bergen,
                  Gewässern, Regionen, Ländern und Kontinenten, Städten und Dörfern sowie Straßen
                  und Plätzen in Wien ausgezeichnet wurden.</p>

          <p>Im Hinblick auf die Durchsuchbarkeit und Nachnutzung wurden die historischen Texte
                  mit einer manuell korrigierten linguistischen Basisannotation versehen, die
                  folgende Verarbeitungsschritte vorsah: 1. Tokenisierung, 2. Wortartklassifizierung
                     (<hi rend="italic">Part-of-Speech Tagging</hi>) und 3. Lemmatisierung. Als
                  Klassifikationssystem wurde hierfür das 54-teilige <hi rend="italic">Stuttgart-Tübingen-TagSet</hi> (STTS) herangezogen und – der Sprache des
                  älteren Neuhochdeutsch entsprechend – geringfügig erweitert. Bei der
                  Lemmatisierung dienten das <hi rend="italic">Deutsche Wörterbuch</hi> von Jacob
                  und Wilhelm Grimm sowie der <hi rend="italic">Duden</hi> als Referenzwerke.</p>

          <p>Das Ergebnis dieses aufwändigen Annotationsverfahrens sind handverlesende Daten,
                  deren Qualität <hi rend="italic">ABaC:us</hi> zu einer gefragten Ausgangsbasis für
                  weiterführende Forschungsfragen macht. Sein Wert liegt in der Wiederverwendbarkeit
                  von bereits erarbeitetem Wissen über die Texte, was bedeutet, dass die
                  Projektgruppe selbst, aber auch Nutzerinnen und Nutzer die Annotationen
                  zeitsparend und gewinnbringend für ihre Erkenntnisinteressen einsetzen können.</p>
          <p>
            <figure>
              <graphic mimeType="image/jpeg" url="info:fedora/o:konde.p1" xml:id="IMAGE.1"></graphic>
            </figure>
          </p>
          <p>Die beispielgebende <hi rend="italic">ABaC:us</hi>-Webapplikation basiert auf dem
                  modularen Publikations-Framework <hi rend="italic">corpus_shell</hi> und wurde mit
                  der Intention entwickelt, zeitentfernte, in diversen Bibliotheken beherbergte
                  Drucke aus der Barockzeit für wissenschaftliche Fragestellungen zugänglich zu
                  machen. Das Projektteam hat sich für dieses Interface entschieden, weil es – einem
                  abrahamischen Buchtitel folgend – dazu geeignet ist, <hi rend="italic">Etwas für
                     alle</hi> (1699) zu bieten, indem es an unterschiedlichen Fragestellungen
                  orientiert ist und mehrere Nutzungsszenarien ermöglicht und unterstützt. So bietet
                  das Interface Lesenden einerseits eine Lektüreansicht mit Faksimiles und stellt
                  Suchenden andererseits Navigationsinstrumente und eine Suchmaschine zur Verfügung,
                  die den direkten Zugang in den Text erlauben – etwa über Inhaltsverzeichnisse,
                  Register und die freie Volltextsuche nach Wort, Lemma oder Wortart. Für weitere
                  wissenschaftliche Nachnutzungsszenarien, die über diese antizipierten
                  Fragestellungen hinausgehen, sind außerdem die Daten im XML/TEI-Format zum
                  Download abrufbar. </p>
          <p>Es ist zu wünschen, dass <hi rend="italic">ABaC:us</hi> weiterhin in Forschung,
                  Lehre und Unterricht rezipiert wird und darüber hinaus auf die Neugier einer
                  interessierten, web-affinen (Fach-)Öffentlichkeit trifft, die Zitate von Abraham a
                  Sancta Clara nicht nur in Anekdoten oder Blütenlesen, sondern auch im
                  unveränderten Wortlaut nachlesen und suchen möchte. </p>
        </div>
        <div type="literature">
          <listBibl>
            <bibl>Czeitschner, Ulrike und Claudia Resch. 2016. „Repräsentation von | in
                     barocken Buch-Totentänzen im digitalen Medium.“ In Repräsentation(en).
                     Interdisziplinäre Annäherungen an einen umstrittenen Begriff (=
                     Kulturforschungen 2 u. Denkschriften der philosophisch-historischen Klasse
                     485), hrsg. v. Gernot Gruber u. Monika Mokre, 35–49. Wien: Verlag der
                     Österreichischen Akademie der Wissenschaften. </bibl>

            <bibl>Resch, Claudia, Ulrike Czeitschner, Eva Wohlfarter und Barbara Krautgartner.
                     2016. „Introducing the Austrian Baroque Corpus: Annotation and Application of a
                     Thematic Research Collection.” In Proceedings of the Third Conference on
                     Digital Humanities in Luxembourg with a Special Focus on Reading Historical        
             Sources in the Digital Age. Zugriff 20.09.2019.
                     <ref target="http://ceur-ws.org/Vol-1681/Resch_et_al_austrian_baroque_corpus.pdf" type="external"> http://ceur-ws.org/Vol-1681/Resch_et_al_austrian_baroque_corpus.pdf</ref>. </bibl>
            <bibl>Resch, Claudia und Wolfgang U. Dressler. 2016. „Zur Pragmatik der Diminutive
                     in frühen Erbauungstexten Abraham a Sancta Claras. Eine korpusbasierte Studie.“
                     In Linguistische Pragmatik in historischen Bezügen (= Lingua Historica
                     Germanica 9), hrsg. v. Peter Ernst u. Martina Werner, 235–250. Berlin u.
                     Boston: de Gruyter. </bibl>
            <bibl>Resch, Claudia. 2017. „»Etwas für alle« – Ausgewählte Texte von und mit
                     Abraham a Sancta Clara digital.“ Zeitschrift für digitale
                     Geisteswissenschaften. doi:10.17175/2016_005.</bibl>
            <bibl>Resch, Claudia und Ulrike Czeitschner. 2017. „Morphosyntaktische Annotation
                     historischer deutscher Texte: Das Austrian Baroque Corpus.“ In Digitale
                     Methoden der Korpusforschung in Österreich (= Veröffentlichungen zur Linguistik
                     und Kommunikationsforschung 30), hrsg. v. Claudia Resch u. Wolfgang U.
                     Dressler, 39–62. Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der
                     Wissenschaften.</bibl>
            <bibl>Resch, Claudia. 2019. „Linguistisch annotierte historische Texte stilistisch
                     auswerten. Musterhaft vorkommende Wortverbindungen im Austrian Baroque Corpus.“
                     In Historische Korpuslinguistik (= Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichte
                     10), hrsg. v. Renata Szczepaniak, Stefan Hartmann u. Lisa Dücker, 368–385.
                     Berlin u. Boston: de Gruyter.</bibl>
            <bibl>Resch, Claudia. (2021). “Digital Approaches to Analyzing and
                     Understanding Baroque Literature.” In New Technologies in Medieval and
                     Renaissance Studies, hrsg. von Colin Wilder u. Matt Davis, 63–86. Toronto: Iter
                     Press.</bibl>
          </listBibl>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
